Die Provinz Rethymnon liegt zwischen den
Weißen Bergen (Lefka Ori) im Westen und dem
Ida Gebirge im Osten. Östlich vom Rethymnon erstrecken sich lange
Sandstrände. Die Urlaubsorte Panormos
und Bali, beide mit jeweils
einem gemütlichen Fischerhafen umgeben von Terrassen, bieten einen schönen Kontrast
zu der anderen Urlaubsorten, welche die Strände umsäumen.
Entlang der Südküste, an der die Klippen steil zum Meer abfallen und wo einige spektakuläre
Schluchten ihre Reise beenden, gibt es nur wenige Ortschaften wie z. B.
Agia Galini, Plakias
und Rodakino, dazwischen
aber einsame und versteckte Buchten.
Die Landschaft zwischen der Nord- und Südküste ist abwechslungsreich und die grüne
Amarital ist besonders schön. Der Psiloritis, höchster Berg Kretas, ragt über das
Tal. Bergsteiger, die es bis zum Gipfel (Timos Stavros) bei 2,456 m schaffen, werden
mit einer atemberaubenden Aussicht fast über die ganze Insel belohnt. Der Ort Amari,
an die Nordwestseite des Tals, ist mindestens 1,500 Jahre alt. Das ganze Gebiet
ist tief in der Geschichte der verschiedenen Epochen Kretas verwurzelt, von der
minoischen und byzantinische zu den venezianischen und türkische Kulturen, und vielen
wichtigen archäologischen Funde sind hier entdeckt worden. In viele der byzantinischen
Kirchen sind noch gut erhaltene Fresken zu sehen.
Weiter von Interesse und einen Besuch wert sind einige entlegene Dörfer im Umland
von Rethymnon, wo traditionelle Handarbeit immer noch sehr lebendig ist, z. B. Margarithes, das Töpferdorf,
und Anogia, das Hirtendorf.
Es gibt auch das Kloster Arkadi,
das seit dem 14. Jh. existiert und ist heute das nationale Freiheitsdenkmal Kretas,
ein Andenken an die langen Kämpfe gegen die türkische Herrschaft. Jedes Jahr am
8 November findet eine kleine Feier für die Freiheitskämpfer und deren Familien
statt, die im 1866 Massenselbstmord beging, als die Türken das Kloster attackierten.
Die Menschen in diesem Teil Kretas sind außerordentlich stolz auf ihre Vergangenheit.
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