CHANIA
Die fast kreisrunde Omalos-Hochebene liegt
ca. 40 km südlich von Chania in 1.050 m Höhe und ist von den hohen Gipfeln der Weißen Bergen eingeschlossen.
Die Omalos-Hochebene war in früheren Zeiten die
Hochburg des kretischen Widerstandes. Fruchtbares Schwemmland bedeckte die
Ebene und ermöglichte eine intensive landwirtschaftliche Nutzung. Heute wird nur noch ein geringer Teil der Fläche angebaut. Nunmehr
weiden zahlreiche Schafe und Ziegen auf der Hochebene und den Berghängen.
Die großen Wassermengen, die vor allem während der
Schneeschmelze hinunterfließen, lassen die Ebene im Frühjahr in einen riesigen
See verwandeln. Am nördlichen Rand der Ebene, dem tiefsten Punkt, liegt wenige
Meter neben der Straße die Tsanis-Höhle, ein riesiger Schlund, der sich einige
Kilometer in die Tiefe zieht und bis heute noch nicht völlig erforscht ist.
Wasserproben haben den Nachweis erbracht, dass Wasser aus dieser Karsthöhle bis
in die Nähe von Chania fließt.
Die Omalos-Hochebene ist touristisch von großer Bedeutung, denn an ihrem Südrand
beginnt die Wanderung durch die Samaria-Schlucht. Die Hochebene ist ein guter Ausgangspunkt für
zahlreiche Wanderungen in die Weißen Berge, beispielweise auf den Gingilos, den
Volakias, zur Kallergi-Hütte, auf den Melindaou oder auch zum weit entfernten
Gipfel Pachnes (2453), dem höchsten dieser Region.