RETHYMNON
Das Kloster Arkadi, dem
die Geschichte deutlich ihren Stempel aufgedruckt hat, ist wohl das bekannteste
Kloster Kretas und liegt 22 km südöstlich von Rethymnon.
Der älteste, das
Kloster betreffende Fund, ist der Teil einer Inschrift aus dem 14. oder 15. Jh.
mit dem Namen Arkadi. Dieser Name geht auf den Gründer oder einen Erneuerer des
Klosters zurück, der Mönch war und den Namen Arkadios trug.
Seit dem 16. Jh. war
das Kloster eine Stätte an der Wissenschaft und Kunst gepflegt wurden. Im
Kloster gab es auch eine Schule, ferner eine Bibliothek mit den Werken von
Schriftstellern aus der Antike. Nach 1646 nahmen diese
Tätigkeiten ab, denn in jenem Jahr wurde das Kloster von türkischen Truppen
erobert und geplündert.
Im Mai 1866 begann die
Vorbereitung eines kretischen Aufstands. Da sich 1500 Kreter versammelten, war
es nicht verwunderlich, dass die Türken die Pläne entdeckten. Der Abt Gabriel
wurde beauftragt dieses Komitee aufzulösen.
Nachdem er das verweigerte, griffen die Türken die
Aufständigen an, wonach mehr
als 700 Frauen und Kinder aus den umliegenden Dörfern und etwa 300 Kämpfer in
das Kloster flüchteten.
Nachdem der Abt ein zweites Ultimatum
ignoriert hatte belagerten die Türken das Kloster.
Am 8. November 1866
begann die Belagerung des Klosters an der 15.000 Türken teilnahmen, welche über
schwere Geschütze verfügten.
Die Mauern begannen
schon nachzugeben und als die Türken einen Sturmangriff auf das Kloster
unternahmen, zündete Konstantin Giaboudakis, mit Genehmigung des Abtes Gabriel,
das Pulverfass im Magazin an, und riß somit die Schutzsuchenden sowie auch
viele von den anstürmenden Türken mit in den Tod.
Vor einiger Zeit ist
das Kloster zum Europäischen Denkmal der Freiheit erklärt worden.
Im Museum des Klosters
werden zahlreiche Gegenstände aufbewahrt, die an die Katastrophe des Klosters
erinnern.